Recalbox

Multiple PSX-Spiel-Einträge ausblenden (in Recalbox 4.0)

22. 04. 2017

Recalbox blendet standardmäßig alle *.cue und *.bin Dateien als Spiele ein. Das ist insofern unschön, da ein Spiel meist aus mehreren Tracks (also *.bin) besteht und daher mehrfach angezeigt wird. Meine Lösung: Alle *.bin ausblenden und nur *.cue-Dateien anzeigen, die es für jedes Spiele genau einmal gibt. Und falls nicht, wird sie einfach erstellt.

Benötigte Software

Umstellen der Recalbox, so dass beim PSX-Emulator nur mehr *.cue-Dateien angezeigt werden

Die Information dazu, bei welchem Emulator welche Dateien angezeigt werden sollen, findet sich in der es_system.cfg. Diese Datei kann aber an zwei Orten existieren:

In /recalbox/share_init/system/.emulationstation/es_systems.cfg ist sie Teil des Systems und wird immer wieder – bei jedem Update – überschrieben. Jedoch sieht Recalbox vorher auch unter /recalbox/share/system/.emulationstation nach, ob diese Datei dort zu finden ist. Wenn ja, wird die Datei von diesem Ort ausgelesen. Dort wird sie durch Updates auch nicht überschrieben. Es empfiehlt sich daher die Datei vom Systemfolder zu kopieren, zu ändern und in den zweiten Ordner hineinzukopieren. Schrittweise funktioniert das so:

1. Wenn die Recalbox im Netzwerk hängt, am Windows-Rechner WinSCP starten und sich auf das Ziel „recalbox“ mit dem Benutzernamen „root“ und dem Passwort „recalboxroot“ verbinden.

2. In der blau/grau hinterlegten Zeile, die den aktuellen Pfad anzeigt, auf /recalbox klicken, um auf die oberste Ebene zu gelangen.

3. Nun auf /recalbox/share_init/system/ navigieren. Rechts unten findet sich die Info „5 versteckt“. Dies anklicken, um weiter .emulationstation/  öffnen zu können. Anschließend die Datei es_systems.cfg auf den PC kopieren.

4. Nun die Datei in Notepad++ (der „normale“ Editor funktioniert nicht!) öffnen und den Abschnitt für die Playstation suchen. In der Zeile, welche Dateitypen angezeigt werden sollen .bin .BIN löschen und die Datei speichern.

5. In WinSCP zum Ordner /recalbox/share/system/.emulationstation navigieren und die Datei hineinkopieren – das war’s!

CUE-Dateien erstellen

Die Frage ist nun, was man mit Spielen macht, die keine .cue-Files haben. Nun, diese lassen sich ganz einfach erstellen: Dabei handelt es sich einfach um Textdateien, die auf die Datendateien verweisen.

Wer es sich ganz einfach machen möchte, nimmt eine der unzähligen Freewares. Ich habe CueMakerDotNet in Verwendung – gibt es hier: https://github.com/thorst/CueMaker/releases/

 

 

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Author

Manuel