
Nockerl, Galuska und Spätzle sind im Grunde Geschwister – einfache, bodenständige Teigwaren aus Mehl, Ei und Wasser, die in vielen Küchen Mitteleuropas zuhause sind. Während man in Österreich meist von Nockerl spricht, heißen sie in Ungarn Galuska und in Süddeutschland sowie der Schweiz Spätzle. Kleine Unterschiede in Konsistenz, Größe und Zubereitung sorgen für regionale Eigenheiten, das Prinzip bleibt aber gleich: ein weicher Teig, frisch ins kochende Wasser gestrichen, der wunderbar zu Schmorgerichten, Gulasch oder einfach mit Butter passt.
Dieses Rezept orientiert sich an der ungarischen Galuska, wie sie klassisch zu Pörkölt serviert wird, ist aber genauso gut als Basis für österreichische Nockerl oder einfache Spätzle geeignet.
Zutaten
- 2 Eier
- 400 Gramm Mehl, griffig
- 200 ml Wasser
- 3,5 TL Öl
- Salz
Zubereitung
Eier, Salz und Wasser mit der Hand schaumig rühren. Nicht zu viel, dann andernfalls die Nockerl zäh werden. Mehl einrühren, bis ein zähflüssiger Teig entsteht. 10 Minuten rasten lassen.
Durch ein Nockerl-Sieb direkt ich kochendes Wasser streichen.
Wenn die Nockerl an die Oberfläche steigen, mit einem Schöpflöffel abschöpfen und in eine Siebschüssel geben. Sofort mit kaltem Wasser abwaschen und zum abtropfen stehen lassen.
Salzen und anschließend in Öl oder Butter kurz anbraten (Nicht zu viel auf einmal!)
Ideen zur Erweiterung des Rezepts
• Mit Ei verfeinern
Ein zusätzliches Ei macht die Nockerl etwas weicher und gelber, besonders gut als Beilage zu kräftigen Saucen.
• Vollkorn- oder Dinkelmehl
Ersetze einen Teil des Mehls durch Dinkel- oder Weizen-Vollkornmehl für mehr Biss und Geschmack.
• Kräuter-Nockerl
Frisch gehackte Petersilie, Schnittlauch oder Bärlauch direkt in den Teig geben – ideal zu leichten Gemüsegerichten.
• Käse-Spätzle-Variante
Nach dem Abschöpfen mit Bergkäse oder Emmentaler mischen und kurz ziehen lassen, anschließend mit Röstzwiebeln servieren.
• Muskat oder Knoblauch
Eine Prise frisch geriebene Muskatnuss oder etwas Knoblauch im Teig gibt eine herzhafte Note.
Quelle
- Basierend auf dem Rezept aus dem Buch „Culinaria Hungary“ für „Galuska“

